Ratgeber

Ratgeber zum Kauf eines RC-Fahrzeugs

Wir werden oft gefragt, welches RC-Auto Eltern Ihren Sohn oder Ihrer Tochter kaufen sollen. Die Auswahl ist riesig und ohne Anleitung fast nicht zu beherrschen. Daher haben wir versucht, einen kleinen Leitfaden zusammenzustellen, um Ihnen die Sache ein bisschen zu vereinfachen.

1. Welcher Antrieb:
Autos mit Verbrennungsmotor stehen natürlich ganz oben auf der Wunschliste der Kinder. Aber: Ein Verbrenner-Auto ist kein Spielzeug! Kinder kommen alleine damit nicht zurecht. Man kann ein solches Auto auch nicht überall einfach so fahren (Lärm). Man braucht zusätzliche Ausrüstung, eine geeignete Strecke und muss sich intensiv damit beschäftigen bis das Auto richtig geht.

Autos mit Elektromotor sind deshalb für Kinder die richtig Wahl. Der Elektromotor ist leise, wartungsfreundlich, er ist sofort einsatzbereit und muss nicht einlaufen oder eingestellt werden. Zusammen mit guten Akkus haben die Elektroautos meistens sogar mehr Leistung als die Kracherle.

2. Welches Auto:
Es gibt Autos für das Gelände (OFF ROAD) und die Straße (Glattbahn). Für ein Kind ist meist ein Offroad Auto besser. Sie sind robuster, einfacher zu beherrschen und fahren sowohl auf der Straße als auch im Gelände. Glattbahner hingegen gehen schneller mal kaputt (Vollgas + Randstein = Ersatzteil).

Auch der Maßstab ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Große Autos sieht man besser, sie sind durch ihr träges Fahrverhalten leichter zu beherrschen und Reparaturen sind nicht so filigran. Kleine Autos sind besser zu handhaben (Transport, Lagern...) und weniger gefährlich. Preise für Zubehör und Ersatzteile sind günstiger und man kann sie auf kleinerem Raum fahren. Ein günstiger Maßstab für Kinder ist 1:10, wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, kann sich auch für ein Auto im Maßstab 1:8 entscheiden.

Ein Superfighter G von Tamiya, (wie der Verein sie nutzt) ist ein gutes Anfängerauto. Ein wenig besser, dafür aber auch teurer, sind die Buggys mit Allradantrieb (z. B. Tamiya Plasma Edge)

3. Marke oder "Noname":
Grundsätzlich kann man mit jedem Auto viel Spaß haben. Aber: Für Markenautos bekommt man sehr einfach und auch noch nach mehreren Jahren passende Ersatzteile, so dass nach einem Schaden das Auto repariert werden kann und nicht komplett in den Müll wandert. Markenautos bieten auch oft eine Fülle an Tuningmöglichkeiten, so dass das Auto mit dem Können des Kindes mit wächst.

4. Baukasten oder Aufgebaut
Den Baukästen liegt meist eine sehr gute Anleitung bei, so dass man mit etwas Geschick an zwei Abenden den Buggy fertig aufbauen kann. Der Bedarf an Werkzeuge hält sich in Grenzen (Zange Schraubendreher, Teppichmesser...) Baukasten-Autos sind meist etwas günstiger. Wer es sich nicht zutraut, oder keine Zeit hat, der kann auch ein aufgebautes Modell kaufen. Kinder unter 15 Jahren können den Bausatz nicht alleine aufbauen.

5. Das Zubehör:
- In letzter Zeit kommen sehr viele RTR (Ready to Run = Fahrfertige) Modelle auf den Markt. Das Paket beinhaltet ein fertig aufgebautes Modell mit allem Zubehör. Um einen günstigen Preis zu erhalten, wird aber oft grade beim Zubehör gespart. Meist ist genau das aber das falsche Ende. Folgendes Zubehör braucht man für den Betrieb eines Elektrobuggys:

- Die Fernsteuerung: Hier sind die neuen 2,4GHz Anlagen am besten. Sie haben nur eine Stummelantenne (bricht nicht ab) und suchen sich ihren Kanal automatisch. Bei den 27 und 40MHz Anlagen braucht man Quarze für den Empfänger und den Sender. Wenn zwei Anlagen den gleichen Quarz haben, stören sich diese. Gut sind die Fernsteuerung der Marke Spektrum. Sie haben nur 4 Senderbatterien, so dass der Sender sehr leicht ist.


- Die Akkus: Sowohl für den Sender als auch für das Auto braucht man Akkus. Für 1:10 Autos kann man am Anfang ohne Probleme NiMH (Nickel Metall Hydrid) Akkus nehmen. Die sind zwar schwerer und haben weniger Leistung als die neuen LiPo Akkus (Lithium Polymer) dafür sind sie aber einfach zu handhaben und kosten weniger. Für die Fernsteuerung reicht ein Satz Akkus, Antriebsakkus sollte man zwei bis drei pro Auto haben.


- Das Ladegerät: Es muss nicht das Teuerste sein, sollte aber Lithium Akkus laden können (auch wenn man noch keine solchen Akkus hat). 3A Ladestrom sind Minimum. Der Balancer für LiPos sollte im Gerät integriert sein. Am besten sind Lader die eine Schriftanzeige haben über die Ladeparameter (Ladestrom, Akkuart...) einstellbar sind. Es gibt Ladegeräte mit 230V oder 12V Eingang. Bei 12V Eingangsspannung braucht man für den Betrieb an der Steckdose noch ein Netzgerät.

- Ersatzteile / Tuningteile: Erst dann kaufen, wenn das Auto zu langsam ist oder was kaputt ist. Lassen sie sich kein teures Ersatzteilpaket aufschwatzen. Es schadet auch nicht, wenn nach einem Unfall das Auto ein paar Tage kaputt im Regal steht. Dann lernt Junior gleich, dass man damit vorsichtiger umgeht.

- Werkzeug: In der Anleitung des Autos findet sich meist eine Übersicht, welches Werkzeug benötigt wird. Auch hier muss es nicht von Anfang an das teuerste Markenwerkzeug sein. Bauhaus-Qualität ist ausreichend und preislich attraktiv. Gutes Werkzeug gibt es auch beim Brandl in Eitensheim.

6. Wo einkaufen?
Viele Sachen bekommt man günstig über das Internet, dafür aber ohne Beratung. Der Weg ins Modellbaufachgeschäft lohnt sich also besonders dann, wenn man nicht weiß was man genau braucht.

7. Noch Fragen?
Sollten sie noch Fragen haben, oder etwas offen geblieben sein, fragen Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Diesen Ratgeber können Sie sich auch herunterladen (PDF-Format)


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